Kunst aus Schulen präsentiert Ausstellung „Schöne neue Welt“

Bad Homburg (hw). Impulsgeber für den Titel der diesjährigen Jahresausstellung „Schöne neue Welt“ in der Galerie Artlantis ist der gleichnamige Roman von Aldous Huxley aus dem Jahr 1932, in dem beschrieben wird, wie eine Regierung versucht, durch Konditionierung eine perfekte Welt zu schaffen. Der Staat reguliert das Glück der streng kontrollierten Gesellschaft durch körperliche Lust. „Schöne neue Welt“ erzählt die Geschichte einer Zivilisation, in der Leiden und Schmerz auf Kosten der persönlichen Autonomie ausgerottet wurden.

Übergeordnetes Thema ist die entmenschlichende Wirkung staatlicher Kontrolle über das Leben der Bürger von der Geburt bis zum Tod, die Individualität, Kultur und Kunst unterdrückt. Die Geschichte warnt vor zu viel staatlicher Kontrolle und betont die Notwendigkeit von Freiheit und Wahlmöglichkeiten. Wer seitens der ausstellenden Künstler auf den Inhalt dieses Romans Bezug nimmt, oder wer sich lieber seine eigene schöne neue Welt erschaffen hat, das erfährt man beim Besuch der Ausstellung. Dabei sein werden die neun Ideenfabriken Humboldtschule, Kaiserin-Friedrich-Gymnasium und Maria-Ward-Schule, die Bischof-Neumann-Schule und das Taunusgymnasium aus Königstein, die Altkönigschule Kronberg, das Gymnasium Oberursel, die Adolf-Reichwein-Schule Neu-Anspach und die IGS Stierstadt.

Die Kunstpreis-Jury gehören Dr. Ingrid Ehrhardt (Leiterin des Museums Kronberger Malerkolonie), Alexander D. Jackson (Kuratoriumsvorsitzender der Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung) und Gunda Lindner (Kunstverein Bad Homburg Artlantis e. V.) an.

Bei der Ausstellungseröffnung am Freitag. 20. Februar, um 20 Uhr in der Galerie Artlantis, Tannenwaldweg 6, wird das Akustik Duo „Ina & Boris“ Rock- und Pop-Songs, die jeder kennt, spielen. An diesem Abend werden auch die Schulkunstpreise der Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung verliehen.

Eine Zusatzveranstaltung in der Galerie Artlantis erwartet die Besucher am Mittwoch, 25. Februar, um 17.30 Uhr. Schöne neue Welt? Bei der Auseinandersetzung mit dieser kommt man an der mittlerweile allgegenwärtigen Künstlichen Intelligenz nicht vorbei. Sie ist Fluch und Segen zugleich und sollte zu einer Ausstellung wie dieser ergänzend einmal thematisiert werden. Der von Radio X bekannte Kronberger Michael Heinz hat sich intensiv mit KI beschäftigt und bietet einen kurzen, aber sehr erhellenden und verständlichen Impulsvortrag zu KI an. KI-gestützte Chatbots wie ChatGPT kommen heute in vielen Bereichen zum Einsatz. Sie helfen zum Beispiel beim Schreiben, Recherchieren und Programmieren. Michael Heinz erklärt, warum KI-chatbots mehr als Werkzeuge sind, wie sie funktionieren, warum der Einsatz der eigenen Sprache eine große Rolle spielt, und wie man seine Kreativität und sein eigenes Denken erweitern kann. Er spricht aber auch Fragen an wie „Was sind Fallstricke, worauf muss man achten?“ und „Was sind ‚wirklich‘ sehr ernste Gefahren für uns alle?“

Die Ausstellung dauert bis Sonntag, 8. März und ist mittwochs und freitags von 15 bis 18 Uhr und samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr zu sehen.

Ganz verloren sieht das Eichhörnchen inmitten der vielen Zahnräder aus. Die Natur hat es in unserer sogenannten zivilisierten Welt einfach immer schwerer.Foto: Galerie Artlantis



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