Bad Homburg (csc). Was sich Maria, Josef und das Jesuskind in der Krippe auf dem Kurhausvorplatz wohl gedacht hätten, wenn sie nicht aus Holz gewesen wären? Nach und nach bildete sich dort an diesem Samstagmorgen eine Traube aus Kindern und Erwachsenen. Fantasie und Schreibtalent standen diesmal im Mittelpunkt, denn die jungen Autoren des Bad Homburger Märchenwettbewerbs wurden ausgezeichnet.
„Herzlich willkommen zur Prämierung“, verkündete Oberbürgermeister Alexander Hetjes, der, obwohl groß gewachsen, fast hinter den Plakaten mit den ausgewählten Märchen zu verschwinden drohte. „Danke, dass ihr euch Zeit genommen habt, eure Ideen und Geschichten zu Papier zu bringen. Schreiben und Kreativität kann eine Playstation einfach nicht ersetzen. Schön, dass es das noch gibt, und es sind wirklich tolle Geschichten entstanden“, lobte der Rathauschef.
Schüler aller Altersgruppen waren in diesem Jahr erneut dazu eingeladen, sich eigene Geschichten rund um Bad Homburg auszudenken. Ob märchenhaft, mit historischen Elementen, lustig oder mit ernster Botschaft – alles war erlaubt, nur die Kurstadt, dort erlebende Personen oder Sehenswürdigkeiten sollten in die Erzählung eingebaut werden.
Unter dem Motto „Wunschträume“ erreichte die Jury 140 Einsendungen. Der Wettbewerb wird seit 2017 regelmäßig veranstaltet. Im ersten Jahr wurden die Geschichten in einem Buch zusammengefasst, inzwischen sind die zehn schönsten online auf der Homepage der Stadt nachzulesen. Außerdem wurden sie von der Illustratorin Doro Kaiser in Form von farbenfrohen Aquarellen zum Leben erweckt, und die ausgewählten Jungautoren hatten sogar die Möglichkeit, im Tonstudio ihre eigene Geschichte einzusprechen. Darüber hinaus wurden die ausgewählten Geschichten auf Plakate gedruckt, die in der Innenstadt bei ausgewählten Einzelhändlern entdeckt und gesehen werden können. Dazu gehören zum Beispiel „Der kleine Stern von Bad Homburg“, „Der Weihnachtsriese vom Weißen Turm“ oder „Nordpol-Pinguine“.
24 weitere Geschichten werden gewissermaßen als literarischer Adventskalender über die Social-Media-Kanäle der Stadt vorgestellt und sind auf der Webseite unter www.bad-homburg.de/maerchen zu lesen. Mitmachen konnten einzelne Schüler, aber auch die Teilnahme als Klasse war möglich. So heimste die 9e des KFG mit Geschichten zu Ritter von Marx den Sonderpreis ein und darf sich über einen Klassenbesuch beim Bad Homburger Eiswinter freuen. Die anderen Preisträger erhielten aus den Händen von Nina Gerlach vom Stadtmarketing jeweils einen Einkaufsgutschein in Höhe von 25 Euro.
Stolz reihen sich die jungen Schriftsteller mit den Plakaten auf, auf denen ihr Weihnachtsmärchen für Bad Homburg abgedruckt ist.Foto: csc
