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Hornau hat seinen „Offenen Bücherschrank“

Und in Betrieb genommen wurde das gute Stück beim Fest „Hornau feiert“ am vergangenen Sonntag, indem der Hornauer
Joachim
Menke, der die künstlerische Ausgestaltung des Offenen Bücherschrankes übernommen hat und Alfred Peter Keller, Geschäftsführer der SteG, die das Vereinshaus und das Grundstück betreut, sowie der Vorsitzende des Vereins Bürger für Hornau, Michael Jung, das rote Band an der Türklinke durchschnitten hatten. Das Fest „Hornau feiert“ war vom Vereinsring Hornau ausgerichtet worden, ein Fest, das mit dem Frühschoppen und der Musik des Blasorchesters Hornau begann, und die Hornauer im Festzelt vereinte.

Michael Jung gab den Festgästen einen kurzen Abriss über die Bemühungen, die zum Offenen Bücherschrank in Hornau führten, nachdem der Bücherschrank am Großen Haingraben von den Kelkheimern hervorragend angenommen wurde. Auch die Kosten hätten sich in Grenzen gehalten, freute er sich und mit Genugtuung stellte er fest, dass Hornau damit den Offenen Bücherschrank vor Münster erhielt. Doch der Fairness halber: In Münster gibt es noch Hürden durch den Denkmalschutz, der offensichtlich einen solchen Münsterer Bücherschrank nur ungern auf dem Kirchplatz sieht.

Immerhin erklärten sich gleich am Sonntag noch einige Hornauer bereit, die Patenschaft für den Bücherschrank zu übernehmen, was heißt: Sie wollen nach dem Rechten sehen und dafür sorgen, dass die gespendeten Bücher ordentlich eingestellt werden, dass auch sonst „Ordnung herrscht“. Dieter Stark, der Sprecher der Agenda 21 Kelkheim, berichtete, dass der Bücherschrank im Großen Haingraben bisher weitgehend von Vandalismus verschont gelieben ist. Und die Bitte haben die Hornauer wie beim Schrank im Großen Haingraben: Bitte nur Bücher in den Schrank einbringen, wenn dafür Platz ist. Der erste Schwung Bücher kam mit den Besuchern des Festes, darunter auch Wolfgang Männer, der gleichfalls ein Buch in der Hand hielt und es in einem der Regale abstellte, die übrigens von einem Kelkheimer Schreiner als Spende gefertigt worden waren.

Stark wies darauf hin, dass nur Bücher im Bücherschrank Platz finden sollen. Einmal habe jemand 30-40 Langspielplatten abgestellt oder auch Videokassetten mit Zeichentrickfilmen für Kinder. Das mussten die Paten zur Seite schaffen. Überraschend allerdings sei, dass viele Bücher keine lange Verweildauer hätten, weil sie als Montageanleitung, genutzt wurden, Kochbücher in asiatischer Schrift, andere Bücher in vielen Sprachen durchaus Verwendung gefunden hätten.

Mit einem Fläschchen bedankte sich der zweite Vorsitzende der Bürger für Hornau, Martin Schmitt, bei Joachim Menke, der mehr Arbeit mit dem Schrank hatte, als gedacht, weil er die Wände vorher abschleifen und aufbauen musste. (Bild oben links).

Vorsitzender Michael Jung (das mittlere Bild) bedankte sich mit einem Buch, sicher mit heimatkundlichem Hintergrund.

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