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Burgfest: Stadt springt in die Bresche, wenn Sicherheitskosten explodieren

Königstein (el) – Das Burgfest 2017 ist gesavt! Dafür sorgten alle im Stadtparlament vertretenen Fraktionen im Stadtparlament am vergangenen Donnerstag mit einem interfraktionellen Dringlichkeitsantrag, der von Dr. Bärbel von Römer-Seel (Die Grünen) eingebracht wurde und über den kein Diskussionsbedarf bestand. Fast hätte es der Antrag nicht auf die Tagesordnung geschafft, da die hierfür erforderliche Zweidrittelmehrheit mit 25 Stimmen (24 waren erforderlich) nur knapp erreicht wurde. Dies war unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass einige Stadtverordnete, die dem Präsidium des Burgvereins angehören, aufgrund von Befangenheit den Saal verlassen mussten. Damit ist sichergestellt, dass die Stadt notfalls die Kosten für das Sicherheitskonzept des Heimatfestes in Höhe von 40.000 Euro gegebenenfalls alleine übernimmt, wenn es der Burgverein nicht schafft, die Ausgaben aus den Ticketverkäufen etc. zu decken. Im Gegenzug verpflichtet sich der Burgverein aber auch, einen Betrag bis zu 40.000 Euro an die Stadt zurückzuüberweisen, sollten Überschüsse entstehen. „Was!”, werden Sie sagen, „ich wusste gar nicht, dass es auf der Kippe gestanden hat?” Fakt ist, dass die ständig steigenden Sicherheitskosten, die im Zusammenhang mit den deutlich verschärften Sicherheitsauflagen stehen, dem veranstaltenden Burgverein seit Längerem Bauchschmerzen bereiten. Auch Bürgermeister Leonhard Helm konnte dies bestätigen: „Die Auflagen werden von Jahr zu Jahr schärfer.” Erschwerend kommt hinzu, dass Feste allgemein in letzter Zeit stärker in den Fokus von Gewaltakten gerückt sind, wie ein Blick auf den tragischen Anschlag auf ein Popkonzert in Manchester zeigt. Eingangs der Sitzung hatte Stadtverordnetenvorsteher Alexander Freiherr von Bethmann (FDP) um eine Schweigeminute für die Opfer von Manchester gebeten. Er hoffe, dass man angesichts dieser Entwicklungen, was den Burgfest-Umzug betrifft, um weitere, schwere Auflagen noch herumkomme, so Helm. Im Übrigen könnte man den Veranstaltern nicht mehr zumuten, dass sie mit ihrem Privatvermögen für dieses Fest haften müssten, das sie im Grunde für die Königsteiner stemmen.

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