Gedächtniswallfahrt zur Kollegskirche

Königstein (hhf) – Die Kollegskirche, gerne auch als Hauskapelle der Bischof-Neumann-Schule bezeichnet – womit zumindest eine gute Wegbeschreibung gegeben ist – erinnert an ein nicht unbedeutendes Stück Kirchengeschichte in der Kurstadt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg von vertriebenen Priestern und Studenten zur katholischen Kirche umgebaut, beherbergt die vormalige Lagerhalle bis heute Altäre und Kapellen für alle Landsmannschaften der Ost-Vertriebenen und ist noch immer Ziel der St. Annaberg-Gedächtniswallfahrt der Schlesier, die am Sonntag, 30. August, zum 58. Mal stattfindet.

Von 9 Uhr an besteht die Gelegenheit zur Beichte, um 10 Uhr wird ein Festhochamt gefeiert. Nach einer Mittagspause von 11.30 bis 13.30 Uhr geht es in der Kirche mit einer Heimatstunde weiter, an die sich eine Marienandacht anschließt, gehalten von Konsistorialrat Oberstudienrat i. R. Wolfgang Blau aus Seligenstadt.

Interessierten Königsteinern wird empfohlen, die Veranstaltung zu Fuß zu besuchen, da die Parkplätze am Pater-Werenfried-Platz erfahrungsgemäß kaum für die Auswärtigen reichen.

Der St. Annaberg, ein Inselberg mit Kloster und einigen Einrichtungen für Pilger, ist der wichtigste katholische Wallfahrtsort in Oberschlesien. Das sicher nicht von ungefähr, schließlich ist die heilige Anna – Großmutter Christi – unter anderem auch die Patronin der Bergleute und Bergwerke. Sogar für das Wiederauffinden verlorener Sachen ist sie zuständig und für den Schutz vor Gewitter und damit jene Heilige, der Jurastudent Martin Luther gelobte, Mönch zu werden, wenn sie ihn nur im Unwetter errette.
Repro: Friedel



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