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Hoher Besuch aus Königstein in Schloßborn

Bei der Eröffnung des Schloßborner Turmfestes schaute auch das zu der Zeit noch amtierende Burgfräulein Nora I. vorbei, die nun am vergangenen Wochenende durch die neue Regentin Isabelle I. abgelöst wurde.

Schloßborn (kw/el) – Mittlerweile hat Nora I. den Wandel vom amtierenden Burgfräulein zur Hohen Burgfrau vollzogen und die Insignien der Macht an ihre Nachfolgerin Isabelle I. weitergegeben. Als eine ihrer letzten Amtshandlungen hatte sie jedoch noch das Vergnügen kürzlich das Schloßborner Turnfest zu eröffnen. Letzteres wird vom Heimat und Geschichtsverein Schloßborn veranstaltet. Anlass der ausgelassenen Feier war die Freude der Schloßborner sowie der Glashütter aller Ortsteile, über die gelungene Rettung des Schloßborner Wehrturms.

Wähernd der Amtszeit des früheren Vorsitzenden Benno Hofmanns, wurde glücklicherweise bereits eine Innenringverankerung zur Stabilisierung des Turms angebracht. „Nach allen Leiden dieses Bauwerks, war die Erhaltung des Wehrturms nur einer unserer Träume“, sagte der erste Vorsitzende des Heimat und Geschichtsvereins, Joachim Frankenbach. Seit Dezember 2014 strahlt der Schloßborner Wehrturm in neuem Glanz. Die Menschen und Institutionen stellten sich umfassend hinter den Verein und beteiligten sich an diesem Thema durch finanzielle Zuwendungen, erkennbar an der Spendentafel am Turm. Das Thema Turm zeige, dass gemeinsames Handeln Erfolg bringe, so Frankenbach.

Die Aktiven und Helfer des Vereins hatten durch erfolgreiche Veranstaltungen sowie anerkannte Ausstellungen für die finanziellen Grundlagen der Vereinsmittel für den Turm gesorgt. 2012 beschloss der neue Vorstand trotz profunder kontroverser Argumente im gesamten Gemeinwesen, die Gemeinde als Besitzer des Turms, den damaligen Bürgermeister Thomas Fischer zu bitten, sich für die Erhaltung des Turms stark zu machen. Herrn Fischer könne man nur dankbar sein, wie engagiert er für die Erhaltung des Turms gekämpft habe, so Frankenbach weiter. Die Vereins-Vorstandsmitglieder Linda Godry und Heike Kolter hätten mit dem Rückenwind des Gemeinderatsvorsitzenden Mathias Högn nach und nach mit den Gemeinderatsmitgliedern in den Ausschüssen und Sitzungen um einen guten Weg gerungen.

Das Königsteiner Bauunternehmen Pfaff wurde um einen Kostenvoranschlag gebeten.

Der überschaubare Kostenvoranschlag brachte bei den Mitgliedern des Gemeindeparlaments, den Denkmalbehörden, eine realistische Einschätzung der Machbarkeit in Gang. Die Kuratorin Dr. Jakobi war mit den Gedanken des Bürgermeisters und des Vereinsvorstands so sehr einverstanden, dass sie spontan 20.000 Euro zuwendete, was die Baumaßnahmen am Turm zusätzlich sicherte.

Die Sanierung der Mauer soll später folgen. Die Bewirtschaftung der Geldmittel erfolgte über Frau Paul von der Glashütter Gemeindeseite und Heike Kolter und Edgar Gräber von Vereinsseite.

Zwei Schienen der Argumentation beflügelten den Erfolg. Zum einen die emotionale Schiene: Der Turm als Identitätsspendendes Symbol hat für jeden eine Bedeutung. Geschmackliche Grundlagen traten zurück. Wichtiger jedoch: Die realistische Schiene. Die Frage nach der Höhe der Mittel, ja der Zumutbarkeit für die finanzielle Entscheidung entgegen weiteren Zerfalls, die fachlich handwerklichen Bedingungen, die Übersicht über die Finanzen.

Bei der Beschaffung von Informationen halfen Fachleute wie Dieter Weinell, Jörg Wittlich Gemeinde, der Königsteiner Jochen Pfaff und der Schloßborner Dieter Paul. Bei der Beschaffung notwendiger Rechtsgrundlagen, Juristen wie RA Michael Oldenburg Königstein und Gebäude-Vertrags-Fachleute wie Herbert Freudl Immobilien Schloßborn sowie andere Berater in Schloßborn und anderen Orts. Die Hinwendung der Handwerker zu einer gut gelungenen Arbeit, wie Jochen Pfaff Bauunternehmer, Dieter Paul Holzbau Dach, Lenz Weber Statiker und Marc Herbert Dachdecker.

Das Ergebnis wurde gefeiert. Dieser Turm ist ein Symbol des Zusammenhalts in dieser Gemeinde, das ist abzulesen an den aktiven Helfern anderer Vereine für das Fest, die spontan und ohne erwartete Gegenleistung dem Heimatverein bei der Gestaltung des Festes halfen: Die Freiwillige Feuerwehr, die Bembel-Frauen, Der Anglerverein Silberbach, der Turnverein, Tu wie Tuwas, sowie der Karnevalverein. So einen Zusammenhalt kann man suchen. Schloßborn ist einzigartig in jeder Weise.

Besucht wurde die interessante geschichtliche Ausstellung des Alwin Klomanns im Heimat-Museum, Hermann Gossenauers Rundgang entlang der ehemaligen Befestigungsmauer, die Aufführungen der Laienspielgruppe Kilian Marx, das Kabarett Schüssel Live und alle Freuden „für Laib und Seel“ , die Peter Hofmann und Linda Godry bereithielten. Für die Kinder gab es eine Monster-Hüpfburg.

Im kommenden Jahr möchte sich der Heimatverein einem weiteren Traum nähern. Wir wünschen uns eine Außendokumentation über Lage, Funktion, sowie Bedeutung der Ringmauer mit ihren sieben Türmen.

Die Flughafen-Stiftung Frankfurt fördert kulturelle Projekte wie den Erhalt des Gedächtnisses und der Schätze der Region. Im Anschluss der Eröffnung freuten wir uns auf die Zuwendung in Form einer Scheckübergabe über 28.000 Euro. Durch Jutta Nothacker, Geschäftsführerin der Stiftung Flughafen, die über die Zeit als Bürgermeisterin der Gemeinde weiter über das Wohlergehen der Gemeinde wacht. Mit diesen und anderen Mitteln, können wir die Bedeutung der Ringmauer mit ihren sieben Türmen noch mehr für uns und für die Besucher der Gemeinde dokumentieren, so der zweite Vorsitzende Armin Rehme und die Schriftführerin Linda Godry.

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