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„Lasst uns die Burg erschüttern !“

Königstein (dea) – „Lasst uns die Burg erschüttern!“ Mit dieser Aufforderung machte Peter Lack alias Lackenegger allen klar, was er kann und was er will. Obwohl die Ankündigung des „HR3-Disco Papstes“ für 21 Uhr avisiert war, begann der Meister, wie man ihn getrost nennen kann, lässig um 22.30 Uhr. Danach war aber Schluss mit Ruhe bzw. Chillen. Lackenegger, der sehr wohl wusste, dass sich ein Großteil des Publikums eher durch I-Tunes und ähnliche Musikportale bewegt, als noch klassisches Radio zu hören, machte jedem sofort klar, warum er hier war und was er von seinem Publikum erwartete: „Die Grundlage für heute Abend ist, sich zu vergessen. Ich will mich gemeinsam mit Euch durch die Nacht grölen.“

Nachdem er kurz einige Musikrichtungen als Option der Wahl ankündigte: „ Seid ihr Headbanger und liebt Metal und Rock, seid ihr wie viele Frankfurter House & Techno Fans, liebt ihr es Schwarz alias Hip Hop, schmust ihr lieber oder hören wir Klassik, weil wir auf der Burg sind?“ legte er in Ermangelung einer eindeutigen Antwort dann einfach los – aber wie. Die Boxen gaben alles, der Bass dröhnte, der Beat wummerte und schnell gingen die ersten Arme in die Höhe. Die sonst übliche Aufwärmphase entfiel komplett. Innerhalb von zehn Minuten hatte Lackenegger sein Publikum im Griff. Mittelalterlich waren hier dann höchstens noch die Kostüme einiger Burgbesucher. So dauerte es nicht lange, bis die ersten Versuche unternommen wurden, auf den Tischen zu tanzen, was aber vom Sicherheitspersonal verhindert wurde. Wovon viele Bands sicher träumen, wurde hier gnadenlose Realität. Lackenegger riss das Publikum dermaßen mit, dass keine Zeit für Schlägereien etc. blieb.

Für den Burgverein war das Engagement von Peter Lack ein Versuch, den BurgfestSamstagabend einem breiteren, vom Alter her gemischten Publikum gerecht werden zu lassen. Im Interview mit Alexander Freiherr von Bethmann, Schatzmeister des Burgvereins, stellte dieser erst einmal klar, dass es sich beim HR3 Moderator und Zugpferd Peter Lack keineswegs um eine HR3-Veranstaltung handelte. Somit war das akustische Ereignis exklusiv den Burgfestbesuchern vorbehalten, die, wie Alexander Freiherr von Bethmann zufrieden feststellte, den Altersdurchschnitt im Vergleich zum Freitag doch drastisch in die Höhe steigen ließen. „Ich freue mich, wenn die Zahl von Menschen über 30 Jahren steigt und das Burgfest nicht nur eine Teenagerveranstaltung ist.“ Schmunzelnd fügte er noch hinzu: „Natürlich freue ich mich über jeden zahlenden Gast.“
Foto: Stehle

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