Kronberg (kb) – Im Kronberger Waldschwimmbad befinden sich die Vorbereitungen für die Freibad-Saison auf der Zielgeraden. Und das aus gutem Grund. Schließlich wird das Bad im Norden der Burgstadt in diesem Jahr bereits wieder Anfang Mai öffnen. Das hatten die Stadtverordneten 2025 so mehrheitlich beschlossen.
Da sich der Westen des Taunus am 1. Mai wegen des Radklassikers „Eschborn-Frankfurt“ erfahrungsgemäß im Ausnahmezustand befindet, startet die Freibadsaison am Samstag, 2. Mai. Für 9 Uhr lädt Kronbergs Erster Stadtrat Heiko Wolf an diesem Samstag zum offiziellen Anschwimmen ein. Eine Einladung, die Wolf in der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung mit einem Augenzwinkern auch noch einmal ganz explizit vor allem an all diejenigen richtete, die im vergangenen Jahr für eine frühere Öffnung des Bades votiert hatten.
Dass das Wasser gerade im 50 Meter langen Schwimmerbecken Anfang Mai doch noch ziemlich frisch sein dürfte, darauf ist Heiko Wolf gefasst und darauf sollten sich auch alle anderen Freibad-Gäste einstellen. Da ausschließlich Sonnenenergie genutzt wird, um über einen Absorber auf dem Dach des Betriebsgebäudes das Kronberger „Badewasser“ aufzuheizen, dauert es in der Regel einige Zeit im laufenden Betrieb, bis es auf Temperatur gebracht ist.
Das Team des Waldschwimmbads braucht hingegen keine Aufwärmzeit. „Wir werden vom Start weg auf Betriebstemperatur sein“, lacht Schwimmmeisterin Verena Methfessel. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Parnian Bitaraf wird sie auch in der anstehenden Badezeit am Beckenrand, auf der Liegewiese und vor allem auch in der Technik des Bades ein wachsames Auge darauf haben, dass alles möglichst reibungslos läuft.
Unterstützt werden die beiden Fachangestellten für Bäderbetriebe dabei im zweiten Jahr von Azubi Max Möller und Mathias Külzer in neuer Funktion. War Letzterer in den vergangenen Jahren bereits als Rettungsschwimmer im Waldschwimmbad im Einsatz, so wird er für die kommende Saison mit einem zeitlich befristeten Vertrag ausgestattet und so zum Bestandteil des Teams. Von den rund 1.800 Arbeitsstunden, die in jeder Saison über externe Kräfte abgedeckt werden, werde Külzer 1.300 übernehmen. Die verbleibenden 500 Stunden fallen an besonders heißen und damit meist besonders besucherstarken Tagen an und werden auch in der kommenden Badsaison über externe Kräfte abgedeckt. „Mathias ist seit 2018 bei uns. Er kennt das Bad und die Gäste kennen ihn, das macht den Übergang leicht und hilft uns sehr“, so Methfessel. Einer von gleich mehreren Vorteilen sei, dass man die bislang häufig wechselnden, nicht selten ortsfremden Zusatzkräfte nicht täglich neu einweisen müsse.
Schwimmkurs-Angebot
Die so gesparte Zeit wird das Team des Waldschwimmbads in der kommenden Saison unter anderem dafür nutzen, um Schwimmkurse für Kinder und Fortgeschrittene anzubieten. „Wir hatten hierzu in der Vergangenheit immer mal wieder Nachfragen und jetzt auch die personellen Möglichkeiten dafür. Daher möchten wir in dieser Saison einen ersten Testlauf starten“, erklärt Schwimmmeisterin Parnian Bitaraf.
Bei der Planung der Kurse habe man sich bewusst auf die Rand- und Mittagszeiten beschränkt, gelte doch das Hauptaugenmerk dem Badebetrieb. „Unser Bad ist ein klassisches Familienbad – das macht das Arbeiten hier sehr angenehm, aber nicht weniger zeitintensiv und verantwortungsvoll“, unterstreicht Verena Methfessel. Vor allem dann nicht, wenn das Badegeschäft an heißen Tagen so richtig brummt. Mit jedem Grad mehr auf dem Thermometer steigt schließlich auch die Zahl der Besucher – und das in ganz seltenen Fällen sogar so stark, dass die Wasserqualität darunter leiden kann. Im vergangenen Jahr, so die beiden Schwimmmeisterinnen, habe es zwei wirklich heiße Tage gegeben, an denen das der Fall gewesen sei und man zeitweise den Zugang zum Waldschwimmbad habe schließen müssen. Methfessel: „Das ist aber wirklich die ganz große Ausnahme. Bei im Schnitt zwischen 67.000 und 80.000 Besuchern wie auch 137 Öffnungstagen pro Saison findet bei uns jeder seinen Platz, seine Erholung und seinen Badespaß“. Ob die Verantwortlichen der Stadt in diesem Jahr mit einem spürbaren Anstieg der Besucherzahlen rechnen? Immerhin wird das Königsteiner Freibad aufgrund eines schweren Schadens an der Schwimmbad-Technik voraussichtlich die ganze Saison über geschlossen bleiben müssen. „Sollte sich das, was auch wir der Presse entnommen haben, bewahrheiten, dann wäre das natürlich sehr bedauerlich für unsere Nachbarn“, betont Erster Stadtrat Heiko Wolf, verbunden mit einer herzlichen Einladung an die Königsteiner, sich im Kronberger Waldschwimmbad abzukühlen. Wolf: „Wir freuen uns über alle Gäste, die bei uns die Badesaison mit Skyline-Blick genießen.“
Bis zum Saisonstart am 2. Mai, so Kronbergs Erster Stadtrat, sollten auf dem Freibad-Parkplatz dann auch die Arbeiten am Bau der neuen großflächigen Photovoltaik-Anlage abgeschlossen sein. Mit der Inbetriebnahme der Freibad-Gastronomie nach Pächterwechsel werde es dagegen noch ein klein wenig länger dauern. Doch auch hier seien die Umbauarbeiten laut Wolf auf sehr gutem Weg. Ende Mai sollte hier mit der Wiedereröffnung der Gaststätte zu rechnen sein – im neuen Gewand und mit neuem Konzept.
Unverändert bleiben hingegen in diesem Jahr die Öffnungszeiten wie vor allem auch die Eintrittspreise. „In Anbetracht der auch für uns stetig steigenden Kosten für Betrieb und Instandhaltung werden wir in Zukunft nicht umhin kommen, eine Anpassung der Preise in den Blick zu nehmen. In diesem Jahr verzichten wir aber bewusst noch einmal darauf“, so Heiko Wolf.
Geöffnet ist das Kronberger Waldschwimmbad von Samstag, 2. Mai, an von Montag bis Freitag jeweils von 6.30 bis 19.15 Uhr, Badeschluss ist unter der Woche um 19.45 Uhr. Samstags, sonntags und an Feiertagen öffnet das Bad von 8 bis 19.15 Uhr. Badeschluss ist auch hier um 19.45 Uhr.
Diese und weitere Informationen finden sich auch im Internet unter www.kronberg-waldschwimmbad.de. Über diese Seite können auch Einzel-Tickets, Zwölfer- sowie Saisonkarten erworben werden.

