Bänke zum Sitzen und Nachdenken

Schwalbach (sz). Schwalbach hat drei neue Sitzbänke, die ein sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung sein sollen. Die Stadtverordnetenversammlung hatte zuvor einstimmig beschlossen, sich an dem bundesweiten Projekt „Kein Platz für Ausgrenzung“ zu beteiligen. Finanziert wurden die Bänke durch eine Spende der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Schwalbach-Sulzbach.

Das Projekt geht auf die Lebenshilfe Heinsberg zurück. Kernstück ist eine besondere Bank, der rechts eine Sitzfläche fehlt. Auf der Rückenlehne steht dort der Satz „Kein Platz für Ausgrenzung“. Mehr als 950 dieser Bänke stehen bereits in Deutschland, darunter auch eine im Bundestag.

Bürgermeister Alexander Immisch sagte bei der symbolischen Übergabe in der vergangenen Woche, mit den Bänken solle deutlich werden, „dass in unserer Stadt kein Platz für Ausgrenzung ist“. Integration lebe von der Anerkennung der Vielfalt jedes Einzelnen. Erster Stadtrat Thomas Milkowitsch betonte, die Bänke erinnerten daran, „dass Teilhabe und Würde für alle Menschen unverhandelbar sind“. AWO-Vorsitzende Claudia Krasemann erklärte: „Jeder Mensch verdient Anerkennung – ohne Ausgrenzung.“ Sie freue sich, dass die Finanzierung der Bänke ein „sichtbares Zeichen für Toleranz, Teilhabe und ein respektvolles Miteinander“ ermöglicht.

Montiert wurden die Sitzmöbel von der Schülerfirma „Holzwerk“ der Friedrich-Ebert-Schule. Die Schülerinnen und Schüler bauten die Bänke in einer Doppelstunde zusammen. Stadträtin und Mitinitiatorin Monika Maier sprach von großem Engagement und handwerklichem Geschick der Jugendlichen. Sie erinnerte daran, dass sich die AWO Schwalbach-Sulzbach seit vielen Jahren auch für die Schwalbacher Tafel und für die Integration Geflüchteter einsetzt.

Die Bänke stehen in der Avrilléstraße vor der Pinguin-Apotheke, auf dem Platz hinter der Alten Schule in Alt-Schwalbach sowie am Mittelweg an der neuen Stahlskulptur „Schwalbacher Gefüge“. Sie sollen Passantinnen und Passanten zum Nachdenken über Ausgrenzung und Teilhabe anregen.

In einer Doppelstunden bauten Schülerinnen und Schüler der Schülerfirma „Holzwerk“ der Friedrich-Ebert-Schule die Sitzbänke zusammen.Foto: Stadt Schwalbach



X