Taunus (bs) – Das Jahr 2025 ging im Opel-Zoo mit einem bisher unerreichten Besucherrekord zu Ende, wie die Zooverantwortlichen bei der Jahrespressekonferenz im Opel-Zoo berichten. Auch bei den Tieren prägten wahrhaft große ‚Jungtier-Highlights‘ das Jahr.
Ein besonderer Meilenstein für das Freigehege war die Geburt des Elefantenkalbs ‚Kaja‘ am 27. Mai 2025, dem ersten Elefanten-Jungtier im Opel-Zoo nach 57 Jahren. „Dass wir nun wieder ein Elefanten-Jungtier im Opel-Zoo heranwachsen sehen können, ist das Ergebnis langjähriger Vorarbeiten und einer intensiven Begleitung der Tiere seit Beginn der Trächtigkeit von Elefantenkuh ‚Kariba‘“, so Gregor von Opel, Vorstandsvorsitzender der den Opel-Zoo tragenden „von Opel Hessische Zoostiftung“ zu Beginn der Pressekonferenz, und er ergänzt: „Charismatische Großtiere finden zumeist mehr öffentliche Aufmerksamkeit als viele weitere, teils stark bedrohter Arten, mit deren Zucht wir uns im Artenschutz engagieren und deren Wohlergehen der tägliche Einsatz unserer Mitarbeitenden gilt.“
Großes Besucher-Plus
Insgesamt kamen im Jahr 2025 mehr als 648.000 Besucher in den Opel-Zoo. Dieses Rekordergebnis liegt 9,5% über dem Vorjahr 2024 mit bereits hervorragenden 592.079 Besuchern. Die Besuche mit Tageskarten lagen dabei im Jahr 2025 fast 10 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Im Vorjahr verzeichneten die Besuchszahlen von Kindern unter 3 Jahren noch den größten Anstieg, dieser verlangsamte sich 2025 etwas. Bereits das Frühjahr sei überdurchschnittlich gut besucht gewesen; seit deren Geburt im März hatte auch Netzgiraffen-Nachwuchs „Kimia“ für Begeisterung und bundesweite Presse gesorgt, wie Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels erläutert. Doch auch das häufig passende Wetter – für das Freigehege ein entscheidender Faktor – trug zu dem guten Jahresergebnis bei.
Tierbestand blieb gleich
Im Tierbestand blieb die Zahl der im Opel-Zoo gepflegten Arten gleich: Wie im Vorjahr waren es 221 Arten, wobei jedoch einige Arten wechselten. Neu hinzu kamen beispielsweise im Regenwald-Terrarium der blaue Färberfrosch oder der ebenso blau leuchtende Purpur-Glanzstar in der Vogelvoliere im Giraffenhaus. Dort ergänzt er die bunte Farbenpracht der Rußköpfchen, Webervögel und Weißohr-Turakos.
Zuwachs gab es auch im Nagetier-Haus, wo nun auch einige Rötelmäuse im ehemaligen Haselmaus-Terrarium gezeigt werden. Nicht mehr im Opel-Zoo zu sehen sind hingegen die Haubenkapuziner-Affen. Auch der letzte Prinz-Alfred Hirsch wurde in Vorbereitung auf das geplante Bauvorhaben „Panzernashörner“ in eine andere Haltung abgegeben.
Die Zahl der am Jahresende gezählten Einzeltiere im Opel-Zoo sank um rund 200 Tiere auf 1741. Naturgemäß ist dies nur eine Momentaufnahme in einem dynamischen Bestand. Dabei lag der Rückgang gegenüber 2024 überwiegend bei verschiedenen Wirbellosen und Fischen in den Aquarien und deren Reservebecken, wo einige Veränderungen vorgenommen wurden. Insgesamt 64 Individuen aus fünf Arten wurden aber auch wieder zur Auswilderung an Wiederansiedelungsprojekte abgegeben. Erneut waren 2025 darunter 41 Feldhamster-Nachzuchten, die in ihrem ehemaligen Verbreitungsgebiet im Vordertaunus freigesetzt wurden und dort den Aufbau neuer Populationen verstärken. Bei den Besuchern erfreute sich neben den Jungtieren bei Giraffen und Elefanten auch der erneute Nachwuchs bei den Weißrüssel-Nasenbären und Roten Pandas großer Beliebtheit. Bei den Mesopotamischen Damhirschen kamen neun weitere Jungtiere hinzu, was besonders für die Erhaltung der hochbedrohten Art positiv zu bewerten ist.
Besonderes zum Jubiläum
Für das Jahr 2026 sind vom 1. März bis 31. Oktober einige besondere Aktivitäten geplant, denn der Opel-Zoo, 1956 gegründet, wird 70 Jahre alt: So erhalten alle Besucher, die im Jahr 1956 geboren wurden, im Aktionszeitraum freien Eintritt! Noch buddeln dort die Zoohandwerker, doch schon bald sollen die Erdmännchen in ihr neu gestaltetes Gehege am bisherigen Standort der Stachelschweine einziehen und dort ihre Gänge graben. Die Anlage soll zum Auftakt des Jubiläumsjahrs fertig gestellt sein. Darüber hinaus sind 2026 noch weitere Investitionen geplant, für die insgesamt rund 430.000 Euro vorgesehen sind. Unter anderem können sich die Besucher auf ein neues Aquarienbecken und ein Terrarium im Besucherbereich des Elefantenhauses freuen, wo dann Elefanten-Rüsselfische und Elefantenspitzmäuse beheimatet sein werden.
Zusätzlich wird an der Statue des Zoogründers direkt hinter dem Haupteingang ein großer Rahmen die Besucher dazu einladen, Jubiläumsfotos zu machen und schließlich ist am 12. September ein Jubiläumsfest geplant. Auch der Förderverein hat sich viel vorgenommen und will 70.000 Euro Spenden für die neue Erdmännchen-Anlage sammeln.
Für das große Bauvorhaben zur Errichtung neuer Anlagen für Panzernashörner und weitere bedrohte Tierarten Asiens konnte Ende 2025 der Bauantrag eingereicht werden und so hoffen die Zooverantwortlichen nun darauf, das Projekt noch im Jubiläumsjahr 2026 starten zu können – für den nächsten Meilenstein im Freigehege!

