Unterwegs in der Vorzeigesiedlung

Schwalbach (sz). Trotz schlechten Wetters fanden sich am vergangenen Samstagnachmittag zahlreiche interessierte Menschen auf dem Marktplatz ein, um an dem geführten Spaziergang der SPD durch die Limesstadt teilzunehmen. Eingeladen hatte der Ortsverein mit seinem Bürgermeisterkandidaten Lutz Ullrich. Parteifreund Dieter Kunze, Architekt im Ruhestand und ausgewiesener Kenner der Wohnstadt, führte die gut 20-köpfige Gruppe in die einstige Vorzeige-Siedlung, deren Bau die Einwohnerzahl Schwalbachs in den 60er -Jahren fast verdreifachte. Aus einem Dorf wurde damals eine Stadt.

Dieter Kunze erklärte das Konzept der Wohnstadt, in der Stadtplaner Hans Bernhard Reichow vor allem erreichen wollte, dass sich Fußgänger und Radfahrer nicht mit dem Autoverkehr ins Gehege kommen und auf komplett getrennten Wegen und Straßen unterwegs sind. Zu diesem Plan gehörte beispielsweise, wie Dieter Kunze vor Ort erläuterte, dass der Eingang der Friedrich-Ebert-Schule (FES) vom Mittelweg aus, also „autofrei“ zu benutzen und zu erreichen sein sollte und kritisierte, dass in diesem Fall den Vorgaben Reichows leider nicht Folge geleistet wurde. Der Haupteingang befindet sich bekanntlich am Westring, so dass die Eltern ihre Kinder mit dem Auto absetzen können. So hatte Hans Bernhard Reichow sich das nicht vorgestellt.

Zur FES gab Dieter Kunze dann noch eine Anekdote zum Besten: Am lang herbeigesehnten Tag ihrer Eröffnung überraschte der aus Hofheim herbeigeeilte Landrat den Schwalbacher Bürgermeister mit der Übergabe des inzwischen genehmigten Bauantrages. Verschleppte Bürokratie gab es offensichtlich zu allen Zeiten.

Wieder am Ausgangsort des lehrreichen Spaziergangs angekommen spendierte die SPD den kältetrotzenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein heißes Getränk, bei dem Dieter Kunze und Bürgermeisterkandidat Lutz Ullrich ganz verschiedene Fragen beantworteten und das Programm harmonisch und gesellig ausklingen ließen.

Trotz Kälte und Regens kamen einige Interessierte, um mit Architekt Dieter Kunze (links) und Bürgermeisterkandidat Lutz Ullrich (rechts) durch die Limesstadt zu gehen. Foto: SPD



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