Erinnerung an Konzentrationslager im Taunus

Steinbach (stw). Inzwischen sind jetzt bereits 81 Jahre vergangen, dass 1945 die Nazi-Konzentrationslager von den Alliierten befreit werden konnten. Daran erinnert der Bad Homburger Regionalhistoriker Bernd Vorlaeufer-Germer mit seinem Vortrag „Vernichtung durch Arbeit – Konzentrationslager im Taunus.“ Vorgestellt werden die Ergebnisse intensiver Quellenforschung in deutschen, britischen, israelischen und amerikanischen Archiven über Orte im Taunus, die im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle spielten. Die Bauwerke und Infrastruktur dieser Orte sind u. a. durch Zwangsarbeit von Häftlingen aus Konzentrationslagern entstanden. Anhand von konkreten Beispielen wird das menschenverachtende Nazi-Programm der „Vernichtung durch Arbeit“ dargestellt.

Im Einzelnen wird berichtet über das KZ-Außenlager „Tannenwald“ neben Schloss Kransberg (Stammlager: Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar/Thüringen), damals als Teil des ehemaligen Führerhauptquartiers „Adlerhorst“ ein Hauptquartier von Himmler und Göring; weiterhin über das KZ-Außenlager Merzhausen auf dem ehemaligen Flugplatz des Führerhauptquartiers (SS-Sonderlager/KZ Hinzert im Hunsrück) und über das KZ-Außenlager Hundstadt am Hasselborner Tunnel („Arbeitserziehungslager“ der Gestapo in Frankfurt-Heddernheim).

Dieser Vortrag wird am Freitag, 5. Februar, von 19 bis 21.15 Uhr im Bürgerhaus Steinbach, Raum Sankt Avertin, Untergasse 36, stattfinden. Um Anmeldung bei der Volkshochschule in Oberursel wird gebeten unter Telefon: 06171-5848-0 oder per E-Mail an info[at]vhs-hochtaunus[dot]de.



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